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Wir über uns

Die Fürsorge für ältere Menschen hat in der Hansestadt Lübeck seit jeher einen besonderen Stellenwert.

Wussten Sie, dass mit dem Heiligen-Geist-Hospital in der Hansestadt Lübeck die älteste SeniorInnen-Einrichtung Europas existiert? Schon seit dem 13. Jahrhundert wird hier in städtischer Trägerschaft eine Einrichtung für ältere Menschen betrieben.

Dieser in Jahrhunderten ungebrochenen Tradition fühlen wir uns vom Grundsatz her nach wie vor verpflichtet. Und seit mittlerweile acht Jahrhunderten bedeutet diese Verpflichtung auch, einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess aufrechtzuerhalten – in der heutigen schnelllebigen Zeit ein fast schon
unvorstellbarer Zeitraum.

Heute, Anfang des 21. Jahrhunderts, betreibt die Hansestadt Lübeck acht SeniorInnenEinrichtungen in eigener Trägerschaft. Sie werden als Sondervermögen
der Hansestadt Lübeck mit zentraler Verwaltung, Betriebssteuerung und Bewirtschaftung geführt. Insgesamt stehen den Lübecker Bürgerinnen und Bürgern in den städtischen SeniorInnenEinrichtungen über 670 Plätze zur Verfügung. Fast allen Einrichtungen sind in unmittelbarer Nähe separate SeniorInnenwohnungen für das sogenannte „Betreute Wohnen” angeschlossen.

Die SeniorInnenEinrichtungen sind über das ganze Stadtgebiet verteilt. So soll allen pflegeplatzsuchenden älteren Mitbürgerinnen und Mitbürgern die Möglichkeit gegeben werden, in ihrem vertrauten Umfeld und im von ihnen gewünschten Stadtteil leben zu können. Dies trägt entscheidend dazu bei, dass die Seniorinnen und Senioren ihren Lebensabend würdevoll und selbstbestimmt gestalten können, wie es ihren individuellen Wünschen und Bedürfnissen entspricht.


Zu einem erfüllten Leben gehören Freude, Vielfalt und Individualität - auch und gerade im Alter!

Unsere Werte

Die städtischen SeniorInnenEinrichtungen sind konfessionsunabhängig und gemeinnützig. Zweck der Einrichtungen ist nicht die Gewinnerzielung, sondern die individuell optimale Pflege, Betreuung und Versorgung pflegebedürftiger älterer Menschen.

Dabei orientieren wir uns an unseren Aufgaben im Rahmen der kommunalen Fürsorgepflicht gegenüber ihren Bürgerinnen und Bürgern.

Erwirtschaftete Gewinne werden nicht an den Eigentümer ausgeschüttet, sondern verbleiben in den Einrichtungen und kommen ausschließlich den Bewohnerinnen und Bewohnern zu Gute, indem sie zur ständigen Verbesserung der Angebotsqualität verwendet werden.
Alle Einrichtungen sorgen im Rahmen der kommunalen Berichterstattung gegenüber allen Beteiligten für wirtschaftliche Transparenz, setzen auf ein hohes Qualitätsniveau und streben ein angemessenes Preis-Leistungs-Verhältnis an.


Unsere Leitlinien

In allen Einrichtungen wird eine den individuellen Bedürfnissen angepasste, vorbeugende, aktivierende und rehabilitative Pflege praktiziert.

In unseren Einrichtungen wird eine den individuellen Bedürfnissen angepasste, vorbeugende, aktivierende und rehabilitative Pflege praktiziert. Gemäß dem auf aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen basierendem Strukturmodell (in Anlehnung an das AEDL-Modell der Professorin Monika Krohwinkel) werden die Bewohnerinnen und Bewohner im Rahmen der Pflege hinsichtlich der Aktivitäten des täglichen Lebens unterstützt und gefördert. Ziel dieses Modells ist es, unter Berücksichtigung der jeweiligen körperlichen, geistigen und seelischen Bedürfnisse, die Erhaltung bzw. Wiedergewinnung einer möglichst selbständigen Lebensführung zu fördern und somit ein menschenwürdiges Dasein und das Selbstbestimmungsrecht zu gewährleisten. Unsere Leistungen zur Pflege, Betreuung, hauswirtschaftlichen Versorgung, Verpflegung und zur Betreuung Sterbender haben wir konzeptionell geregelt.

Alle an der Pflege und Betreuung Beteiligte wirken mit, dass in der Einrichtung ein Raum für ein selbstbestimmtes Leben und Wohnen möglich ist, in dem geplantes Handeln und Begleiten sich an den Bedürfnissen der Bewohnerinnen und Bewohner orientiert und Hilfestellungen im Rahmen der Bezugspflege ermöglicht werden, welche die Würde, das Selbstwertgefühl und die Persönlichkeitsrechte der Bewohnerinnen und Bewohner schützen.

Durch die Pflegereformen (PWG, PNG, PSG I, PSG II) haben wir die Möglichkeiten erhalten, zusätzliche Betreuungskräfte als Unterstützung der bereits vorhandenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einzustellen. Diese Betreuungskräfte werden für eine umfangreiche zusätzliche Betreuung aller Bewohnerinnen und Bewohner eingesetzt, die dies wünschen. Aufgabe der Betreuungskräfte ist es, Betroffene in enger Kooperation mit den Pflegekräften bei alltäglichen Aktivitäten, wie Sparziergängen, Gesellschaftsspielen, Lesen, Basteln usw., zu begleiten und zu unterstützen.

Deshalb gilt in allen acht Häusern der Leitsatz:
So viel Selbständigkeit wie möglich und so viel Hilfe wie nötig!

Unser Selbstverständnis und unsere Qualitätsphilosophie stellen unsere Bewohnerinnen und Bewohner mit ihren Ansprüchen nach fachgerechter Versorgung und Betreuung in den Mittelpunkt.

Wir sehen die Versorgung und Betreuung als Unterstützung und Förderung von Bedürfnissen und Fähigkeiten der alten Menschen, Rehabilitation und Verhinderung von Einschränkungen.

Der Erhalt oder die Wiedererlangung der Unabhängigkeit der Bewohnerinnen und Bewohner wird durch aktivierende und professionelle Pflege angestrebt.