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Pflegebereich

Es geht nicht nur um professionelle und fachlich hervorragende Pflege und Versorgung auf höchstem Niveau, sondern immer auch um menschliche Zuwendung, Wärme und Nähe. Dieser Grundsatz hat in allen SeniorInnenEinrichtungen der Hansestadt Lübeck oberste Priorität.

Etwas steif und nüchtern beschreibt es unser Pflegeprozess-Modell (AEDL-Krohwinkel) im Einrichtungskonzept: danach soll allen Bewohnerinnen und Bewohnern „ein ihre Biografie und bisherigen Lebensgewohnheiten berücksichtigendes, zufriedenes Leben ermöglicht werden (…)”. Was heißt das jedoch konkret in der Umsetzung, was bedeutet es für die Arbeit in den einzelnen Pflegeeinrichtungen selbst, und welche Leistungen stehen dahinter?
Zunächst einmal ist es uns wichtig, die individuellen Wünsche und Bedürfnisse der Bewohner- innen und Bewohner von Anfang an ernst zu nehmen und zu respektieren. Das bedeutet z.B., dass wir Interessenten und Angehörige bereits bei der Entscheidung für „ihre“ Einrichtung aktiv unterstützen, indem wir – wenn gewünscht – eine stadtteilbezogene Aufnahme in einer unserer Einrichtungen ermöglichen können. Nachbarschaftliche Beziehungen und die Verbindung zu Angehörigen, Freunden und Bekannten können so aufrecht erhalten werden und tragen erheblich zur Lebensqualität bei. Es besteht sogar die Möglichkeit, zunächst in einer anderen Einrichtung „Zwischenstation“ zu machen und dann die Einrichtung zu wechseln.

Selbstverständlich sind für uns auch die Bereitstellung eines vielfältigen Wohnangebots, die Unterstützung beim Einleben in der Einrichtung sowie eine Beteiligung der Bewohnerinnen und Bewohner bei der Zimmergestaltung. Wo immer es geht, nehmen die Bewohnerinnen und Bewohner aktiv an der Gestaltung des Tagesablaufs und des Freizeitprogramms teil.

Aufgrund der biografiegestützten Pflege ist es natürlich auch Bewohnerinnen und Bewohnern mit Migrationshintergrund möglich, ihre Vorstellungen eines individuellen Lebensabends umzu- setzen. Hierzu gibt es in den SeniorInnenEinrichtungen viele Beispiele.
Wenn möglich, werden Angehörige in die Pflege und Betreuung mit einbezogen. Dies setzt sich in der Schaffung von Vertrauensbeziehungen zwischen Bewohnerinnen und Bewohnern und Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern fort. Auch die Förderung von Kontakten der Bewohnerinnen und Bewohner untereinander hat einen hohen Stellenwert.

Unsere Pflegeplanung basiert auf dem Konzept der „aktivierenden Pflege” und ist immer an der Biografie, dem gegenwärtigen Zustand und den individuellen Fähigkeiten und Möglichkeiten der einzelnen Bewohnerin und des einzelnen Bewohners orientiert. Dies dient der Förderung von Freude, Lebensmut, Zuversicht, Wohlbefinden und Lebensqualität und nicht zuletzt auch der Wiedergewinnung von Unabhängigkeit. Wo immer es die Umstände zulassen, werden individu- elle belastende Erfahrungen wie Sorge, Angst, Misstrauen, Isolation und Hoffnungslosigkeit in die Pflegeplanung einbezogen.

Ein wichtiger Bereich ist auch das Bereitstellen von Möglichkeiten zur Teilnahme am täglichen Leben – dazu gehören in erster Linie sinnvolle, abwechslungsreiche und kreative Betätigungs-möglichkeiten und die aktive Teilnahme am sozialen und kulturellen Leben durch die Integration der Bewohnerinnen und Bewohner in das soziale Umfeld der Einrichtung (Kontakte zwischen Pflegeeinrichtung, Schule, Kindergarten, Verbänden sowie engagierten Menschen aus dem umgebenden Wohnquartier).

Für alle Bewohnerinnen und Bewohner besonders wichtig ist ein altersgerechtes, abwechslungs-reiches und vielseitiges Speisenangebot. Da jede Einrichtung über eine eigene Küche verfügt, können wir in diesem Bereich nicht nur besonders gute Leistungen bieten, sondern auch sehr individuell und flexibel arbeiten.

Zum Schluss seien noch die in jeder Einrichtung vorhandenen verschiedenen Servicedienste wie Kiosk, Friseur und Fußpflege sowie die vielen einrichtungsübergreifenden Aktivitäten erwähnt: Gemeinsame Sommerausflüge, Bewohnerurlaube, regelmäßige Ausflugsfahrten, Feste und kulturelle Veranstaltungen, an denen auch Familienangehörige und Betreuerinnen und Betreuer teilnehmen können.